Historie der Mülldeponie

Die Entsorgung der Abfallprodukte oblag von jeher den Kommunen. Aufgrund des Abfallbeseitigungsgesetzes von 1971 wurden die Aufgaben der Abfallbeseitigung neu geordnet. Die alten Müllkippen wurden nicht mehr geduldet und somit die zentrale Abfallbeseitigung der Landkreise geboren.

Neue Aufgaben mussten bewältigt werden. Nur wohin mit dem Müll? Es wurde nach einem Platz zur Müllbeseitigung gesucht und dieser auch gefunden. Die ehemalige Müllkippe der Stadt Karlstadt und die daran anschließende Kiesgrube der Firma Benkert wurden als der ideale Platz für die neue Mülldeponie erkoren. Nach kurzen Verhandlungen zwischen dem damaligen Landrat Ammann und der Firma Benkert wurde die vorhandene Kiesgrube als neuer Standort für die Kreismülldeponie bestimmt.

Am 25.10.1976 wurde die Planung der Tiefbauverwaltung mit dem Planfeststellungsbeschluss von der Regierung von Unterfranken genehmigt. Die Deponie hat eine Gesamtfläche von ca. 750 m x 160 m = ca. 12 ha. Zum heutigen Zeitpunkt stehen noch ca. 42.000 m³ Restvolumen zur Verfügung. Nach den derzeitigen Anlieferungsmengen dürfte die vorhandene Deponiefläche noch bis in das Jahr 2014 ausreichen.

Seit dem 01.01.1997 ist der Bauabschnitt Va in Betrieb. Dieser Bauabschnitt ist nach dem neuesten Stand der Technik und nach der Vorgabe der TASI (Technische Anleitung zur Verwertung, Behandlung und sonstiger Entsorgung von Siedlungsabfällen) gebaut. Gleichzeitig ist er mit Abstand der teuerste Teilbereich auf der Mülldeponie. Die Baukosten hierfür betrugen ca. 11,5 Mio. DM.

Dazu kamen weitere Kosten in Höhe von 9,1 Mio. DM für die Oberflächenentwässerung, für die ein Kanal mit einer Länge von ca. 1 km von der Mülldeponie bis zum Main gebaut werden musste. Gleichzeitig mussten auch vier der fünf bestehenden Sickerwasserschächte in den alten Deponieabschnitten erneuert werden, diese Kosten haben sich auf 4,9 Mio. DM belaufen.

Diese drei beschriebenen Baumaßnahmen haben dem Landkreis Main-Spessart somit 25,5 Mio. DM gekostet. Rechnet man die bereits verfüllten Abschnitte I - III dazu, wurden insgesamt 33,5 Mio. DM in der Mülldeponie für Baumaßnahmen ausgegeben.



Copyright 2009 Landratsamt Main-Spessart | zuletzt aktualisiert am 12.10.2009